Antibiotika

Leider kommt man, so wie ich im Moment, nicht immer um die Einnahme von Antibiotika herum. Ich habe der Blasenentzündung, welche sich vor einer Woche bemerkbar gemacht hat, ganz offenbar zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

 

Verdient hätte sie es gehabt, denn überraschend kam sie nicht. Sagt doch Louise Hay als wahrscheinlichen Grund zur Blasenentzündung: Hält fest an alten Vorstellungen. Angst, loszulassen. Da habens wir`s also. Nach 8 Jahren aus dem gewohnten Berufsumfeld auszutreten ist eine grosse Veränderung. Auch wenn die Entscheidung nach wie vor eine der besten ist, die ich je getroffen habe.

 

Bei einer anhaltenden Blasenentzündung besteht die Gefahr, dass die Bakterien in die Nieren aufsteigen – das sollte man wirklich nicht riskieren. Es gibt also Situation in denen der Einsatz von Antibiotika das kleiner Risiko darstellt. Wenn man sich für eine Einnahme entscheidet, ist es wichtig die Wirkung und die Auswirkungen zu kennen.

 

Wie wirkt ein Antibiotika?

  1. Sie hemmen das Wachstum bzw. die Vermehrung der Bakterien, töten den Erreger selbst aber nicht ab (= bakteriostatische Antibiotika) 
  2. Sie töten den Erreger ab (= bakterizide Antibiotika

 

Klingt ja schon mal ganz gut und auch überraschend einfach. Leider zu einfach. Den die Antibiotika können nicht zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden.


Wie man heute weiss, leben in unserem Darm – halten Sie sich fest -
10 bis 100 Billionen Bakterien. Bis zu zwei Kilogramm dieser wichtigen Helfer trägt ein ausgewachsener Mensch mit sich herum. Da kann es schon mal passieren, dass sich gut getarnte „böse“ Bakterien einschleichen. Die grosse Mehrheit ist allerdings gut, richtig und äusserst wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden – ja sogar für unsere Leistungsfähigkeit, Konzentration, Empathie usw. usf.

Die unterschiedlichen Antibiotika wirken jeweils auf unterschiedliche Bakterienstämme – ein Breitbandantibiotikum hat also volle Schlagkraft und ist dadurch äusserst riskant bis lebensbedrohlich.  

Des Weiteren können Antibiotika die Schleimhäute nicht unterscheiden – was zum Beispiel bei Frauen während der Einnahme oft zu einem Scheidenpilz führt.

 

Damit die Wirkung bzw. Auswirkung besser verständlich wird, nehmen wir ein Antibiotikum als Beispiel.

 

Ciprofloxacin Sandoz eco® 250

Ist ein
bakterizides Antibiotikum. Dessen Wirkung beruht auf der Hemmung der bakteriellen Topo­isomerase II (DNA-Gyrase) und der Topoisomerase IV.

Das Medikament wird bei folgenden bakteriellen Infektionen angewendet:

 

  • Infektionen der Atemwege
  • lang anhaltende oder wiederholt auftretende Entzündungen der Ohren oder der Nasennebenhöhlen
  • Harnwegsinfektionen
  • Infektionen der Geschlechtsorgane bei Frauen und Männern
  • Infektionen des Magen-/Darm-Trakts und Infektionen des Bauchraums
  • Infektionen der Haut und der Weichteilgewebe
  • Infektionen der Knochen und Gelenke
  • Vorbeugung gegen Infektionen durch das Bakterium Neisseria meningitidis
  • Behandlung nach einer Inhalation von Milzbranderregern


Mit diesem kurzen Detaileinblick in das Medikament möchte ich aufzeigen, dass keine Schleimhaut dafür geschützt ist. Der Beipackzettel eines Antibiotikums ist nur schon von der Grösse her abschreckend – trotzdem lohnt es sich diesen durchzulesen.

 

Was kann man also tun, wenn der Einsatz von Antibiotika unumgänglich ist?

Was mich besorgt und verärgert ist, dass nur sehr wenig Ärzte bei der Abgabe von
Antibiotika (
von gr. ἀντί- anti- „gegen“ und βίος bios „Leben“) ein

Probiotika (von gr. pro bios = ‚für das Leben‘) empfehlen.

Dabei ist der Wiederaufbau der Darmflora nach der Einnahme von Antibiotika elementar wichtig.

 

Aus diesem Grund bitte mindestens ein Bioflorin einnehmen, besser noch ein breiteres Probiotika. Selbstverständlich gibt es auch Lebensmittel die zu einer gesunden Darmflora beitragen. Dazu gehört zum Beispiel rohes Sauerkraut, Leinsamen und die Birne.

 

Der aufmerksame Leser wird sich vermutlich die Frage stellen, warum man mit dem heutigen Wissensstand nicht einfach zu einem Antibiotika das dazugehörige Probiotika für den Wiederaufbau abgeben kann. Gute Frage. Ich habe leider bis heute keine Antwort darauf gefunden.

 

Schlusswort

Tatsache ist, dass der Darm endlich mehr Aufmerksamkeit erhält und ich wage zu prophezeien, dass dieses Organ in den nächsten 5 Jahren an Wichtigkeit gewinnen wird. Ja ich gehe sogar soweit zu glauben, dass der Darm in den nächsten Jahren als Schlüssel der Genesung anerkannt wird.


Dieser kleine Blog wird diesem mächtigen Organ niemals gerecht. Wenn ich ihr Interesse geweckt habe empfehle ich folgende weiterführende Links zu besuchen.

 

Darm mit Charm.

Die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders erklärt spannend und unterhaltsam, was wir mit dem Darm für ein hochkomplexes und wunderbares, nur leider extrem vernachlässigtes Organ haben. Der Darm ist der Schlüssel zu Körper und Geist. Er ist ein fabelhaftes Wesen voller Sensibilität, Verantwortung und Leistungsbereitschaft – und er ist der wichtigste Berater unseres Gehirns!

http://www.darm-mit-charme.de/

 

Alte Freunde – neue Feinde: Was unsere Kinder chronisch krank macht

Allergien, ADHS, Autismus, Autoimmunerkrankungen: In Europa ist bereits jedes dritte Kind chronisch krank. In den USA sind gesunde Kinder sogar schon in der Minderheit. Bert Ehgartner („Die Akte Aluminium“) begibt sich in seiner neuen investigativen Dokumentation auf Spurensuche nach den Auslösern dieses verheerenden Trends.

https://vimeo.com/121695989

 

Quellen:

Antibiotika

https://de.wikipedia.org/wiki/Antibiotikum
http://biotechlerncenter.interpharma.ch/lerncenter/4736-2-wie-wirken-antibiotika


Probiotika

https://de.wikipedia.org/wiki/Probiotikum

Ciprofloxacin Sandoz eco® 250
http://www.pharmadoc.ch/Beispiel_Spez_Antibiotika.pdf
https://www.diagnosia.com/at/medikamente/ciprofloxacin-sandoz-250-mg-filmtabletten/

http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Ciprofloxacin


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Kommentare: 1
  • #1

    Alex (Dienstag, 06 Oktober 2015 19:43)

    Der Artikel ist ein guter Ansatz, sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen. Von Probiotikum habe ich heute das erste Mal gehört. Toll!